TL;DR
Mit Zimbra Daffodil v10.1.0 wird das Lizenzmanagement grundlegend vereinfacht: Statt lokaler XML-Lizenzdateien kommt ein kurzer Lizenzschlüssel zum Einsatz, die Verwaltung erfolgt automatisch und in Echtzeit über Zimbra. Lizenzänderungen werden zentral gesteuert, schnell wirksam und reduzieren den administrativen Aufwand deutlich – setzen aber eine korrekte Abbildung der Lizenzmerkmale über Serviceklassen voraus.
Ab Version Zimbra Daffodil v10.1.0 ist das Lizenzmanagement wesentlich einfacher.
Ein neues Format der Lizenz, ein 18–26-stelliger alphanumerischer Zeichenschlüssel, wurde eingeführt und ersetzt das bisher verwendete XML-Dateiformat vollständig.
Sobald die Zimbra Lizenz aktiviert ist, ist keine zukünftige manuelle Lizenzverwaltung durch den Benutzer mehr erforderlich. Die Lizenzverwaltung erfolgt in Echtzeit und wird zentral durch Zimbra verwaltet.
Alle Änderungen, die in der Lizenz erforderlich sind, werden vom Zimbra-Team vorgenommen und stehen in der Regel innerhalb von etwa 5–15 Minuten automatisch auf dem Server zur Verfügung.
Durch diese Echtzeitverwaltung der Lizenz müssen alle Accounts per Serviceklasse (COS) exakt die in der Lizenz enthaltenen Leistungsmerkmale widerspiegeln.
Mit Zimbra 10.1.0 verfolgt der Hersteller das Ziel, Lizenzierung robuster, transparenter und weniger fehleranfällig zu gestalten. In früheren Versionen war das Hochladen, Ersetzen und Validieren von XML-Lizenzdateien ein häufiger administrativer Eingriffspunkt. Fehlerhafte Dateien, abgelaufene Lizenzen oder inkonsistente Stände zwischen Servern konnten den Betrieb beeinträchtigen.
Das neue Lizenzmodell eliminiert diese Schwachstellen, indem es die Lizenzlogik aus dem lokalen Dateisystem herauslöst und zentralisiert.
Die Lizenz wird nun über einen kompakten Lizenzschlüssel aktiviert:
Nach der Aktivierung ist der Lizenzstatus dauerhaft mit der Zimbra-Infrastruktur verbunden.
Ein zentrales Merkmal des neuen Systems ist die Echtzeit-Lizenzverwaltung:
Damit entfällt die bisher übliche Verzögerung zwischen Lizenzänderung und tatsächlicher Wirksamkeit.
Mit Zimbra 10.1.0 wird der sogenannte License Distribution Service (LDS) eingeführt:
Diese Architektur stellt sicher, dass alle Systeme stets mit dem korrekten und aktuellen Lizenzstand arbeiten.
Durch das neue Lizenzmodell verschiebt sich der Fokus der Administration:
Die Lizenz selbst wird nicht mehr „angepasst“, sondern die Nutzung wird über saubere COS-Konfiguration gesteuert.
Zimbra Daffodil v10.1.0 modernisiert das Lizenzmanagement grundlegend. Der Wechsel zu einem schlüsselbasierten, zentral verwalteten und in Echtzeit synchronisierten Lizenzmodell reduziert administrativen Aufwand, minimiert Fehlerquellen und erhöht die Betriebssicherheit. Gleichzeitig erfordert das neue System eine saubere COS-Struktur und eine funktionierende Netzwerkanbindung, um die Vorteile vollständig nutzen zu können.