DNS-Records haben neben weiteren Informationen die sogenannte Time to Life (TTL) in Sekunden. Diese gibt an, wie lang ein DNS-Teilnehmer einen Record zwischenspeichern soll. Erst nach Ablauf dieser Zeit soll ein Record erneut am DNS abgefragt werden.
Typische Beispiele für TTL sind 300
für 5 Minuten, 3600
für 1 Stunde sowie 86400
für 24 Stunden.
Je geringer die TTL ist, desto häufiger werden DNS-Anfragen gestellt. Das führt zu schnellem globalen Bekanntwerden von DNS-Änderungen, erhöht aber die Serverlast und die Latenz bei der Nutzung von Diensten.
Es empfiehlt sich daher die Eintragung von ausgewogenen TTLs.
Der Standard für eine TTL bei managedhosting.de beträgt 86400
, das dauerhafte Minimum der TTL beträgt 3600
. Manche ISPs setzen aber eigene TTLs und überschreiben dabei besonders niedrige Werte. So werden beispielsweise TTLs von unter 3600
teils nicht zuverlässig propagiert.
In den meisten Fällen ist es nicht erforderlich, die TTL zu ändern.
Wenn bald eine größere DNS-Änderung ansteht und die Änderungen schnell wirksam werden sollen, sollte die TTL im Voraus allerdings verringert werden. Nach der Änderung muss die TTL mindestens auf das dauerhafte Minimum von 3600
zurückgesetzt werden.